09.05.2018 News

„Rückschlag für die Abrüstungsbemühungen“

Der Hauptgeschäftsführer des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI), Utz Tillmann, sieht die Aufkündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die Vereinigten Staaten mit Sorge: „Die Wiedereinführung von Sanktionen gegen den Iran und damit der einseitige Ausstieg aus dem Iran-Abkommen durch die USA sind ein Rückschlag für die internationalen Abrüstungsbemühungen. Dieser einseitige Schritt erzeugt erhebliche Unsicherheit für die Weltpolitik.“

Tillmann betont weiter: „Solange der Iran nicht gegen die Vorgaben des Abkommens verstößt, sollten alle anderen Vertragsstaaten unbedingt daran festhalten.“ Der VCI begrüßt in diesem Zusammenhang ausdrücklich, dass die großen Vertragsstaaten der EU Deutschland, Frankreich und Großbritannien sich einig sind, das Abkommen (Joint Comprehensive Plan of Action JCPOA) weiterführen zu wollen. Es müsse die Basis für weitere Anstrengungen für Frieden und Stabilität im Nahen Osten sein.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2017 rund 196 Milliarden Euro um und beschäftigte über 453.000 Mitarbeiter.

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