07.06.2018 News

Neue Horizonte für die Industrie

Die EU-Kommission hat heute ihren Vorschlag zum 9. Forschungsrahmenprogramm „Horizon Europe“ vorgestellt. Darin wird der Industrie und den Schlüsseltechnologien eine zentrale Rolle bei der Lösung von globalen Herausfor¬derungen wie Klimawandel, Armuts- und Krankheitsbekämpfung, Ernährung, Um¬weltschutz und Ressourcenschonung zugewiesen.

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) unterstützt diesen Ansatz: „Horizon Europe setzt wichtige Impulse, um die Innovationskraft der Wirtschaft zu forcieren und damit die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Wir brauchen diesen Rückenwind dringend. Besonders Asien hat bei forschungsintensiven Produkten und Technologien massiv aufgeholt und legt heute eine hohe Dynamik bei Innova­tionsprozessen vor“, sagt Gerd Romanowski, Geschäftsführer Wissenschaft, Technik und Umwelt im VCI.

Auch die geplante Einführung eines europäischen Innovationsrates bewertet Romanowski positiv. Denn dieses Gremium soll innovative Unternehmen gezielt fördern und ihnen Perspektiven für weiteres Wachstum eröffnen.

Die Innovationskraft von „Horizon Europe“ könnte aber ausgebremst werden, wenn die EU-Kommission den freien Zugang zu wissenschaftlichen Informationen (Open Access) zu starr reguliert. Mit Blick auf den steigenden Wettbewerbsdruck erteilt der VCI derartigen Überlegungen eine Absage. „Dies könnte eine geringere Industriebeteiligung zur Folge haben und damit die Innovationskraft von „Horizon Europe“ schmälern“, betont Romanowski.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2017 über 195 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 453.000 Mitarbeiter.

Kontakt: VCI-Pressestelle, Telefon: 069 2556-1496, E-Mail: presse@vci.de