28.11.2018 News

Ambitionierter Klimaschutz braucht eine starke Industrie

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßt, dass die EU ihre Klimaschutzziele für 2050 mit einer Strategie begleiten will. VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann hält es für wichtig, dass die Europäische Kommission schon frühzeitig einen Pfad skizziert, an dem sich die Wirtschaft orientieren kann. Tillmann sagte: „Die EU setzt die Leitplanken für die europäische Klimapolitik. Wir sollten uns dabei auf ein gemeinsames EU-Ziel konzentrieren und nicht auf untergeordnete Ziele einzelner Mitgliedstaaten. Europa sollte sich auf ein Szenario einigen, das einen für alle Beteiligten machbaren Übergang zu einer treibhausgasneutralen Zukunft ermöglicht.“ Dabei sollte die Industrie als wichtigster Lösungsanbieter unbedingt einbezogen werden, sagte Tillmann: „Klimaschutz und industrielle Entwicklung müssen Hand in Hand gehen und sind kein Widerspruch.“

Tillmann hofft zudem, dass die weitere Debatte über geeignete Maßnahmen ergebnisoffen geführt wird: „Das Datum 2050 steht. Aber die Wege dahin sind vielfältig und sollten nicht durch den Ausschluss von bestimmten Technologien erschwert werden. Branchen wie die Chemie liefern schon heute viele emissionsarme Produkte und forschen an innovativen, CO2-armen Produktionsmethoden. Um diese im Sinne eines ambitionierten Klimaschutzes entwickeln zu können, braucht es eine starke Industrie.“

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von rund 1.700 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2017 über 195 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 453.000 Mitarbeiter.

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