19.06.2019 Presse

Ostdeutsche Pharma- und Medizintechnik-Branche im Aufwind: Startschuss für engen Dialog in Leipzig

Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verstärken länderübergreifenden Austausch

Enge Kooperation von Industrie und Wissenschaft für Entwicklung neuer Produkte und Technologien

Bessere Gesundheitsversorgung der Bürger durch Innovationen

 

 

 

·       Berlin, 19. Juni 2019 – Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen verstärken den länderübergeifenden Dialog in der industriellen Gesundheitswirtschaft. Das ist das Ergebnis einer Diskussions-Veranstaltung in Leipzig, zu der die NORDOSTCHEMIE gemeinsam mit anderen Branchenverbänden eingeladen hatte. Stefan Brangs, Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Thomas Wünsch, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, und Valentina Kerst, Staatssekretärin im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wis­senschaft und Digitale Gesellschaft, trafen heute in Leipzig mit Vertretern von Unternehmen und Verbänden der industriellen Gesundheitswirtschaft zu einem Round-Table-Gespräch zusammen.

Während der Diskussion in Leipzig erörterten die Teilnehmenden Wege, wie die Branche künftig noch besser zur Entwicklung der Region und zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung beitragen kann. Als wichtige Faktoren wurden die enge Kooperation zwischen Industrie und Wissen­schaft sowie die stetige Optimierung von Produktion und Geschäftsmodellen hervorgehoben. Einigkeit bestand über angemessene Rahmenbedingungen, um die Innovationskraft der Unterneh­men erhalten zu können.

Industrielle Gesundheitswirtschaft ist wichtiger Wachstumsmotor

„Die industrielle Gesundheitswirtschaft ist durch ihre Innovationskraft und Beschäftigungsintensität ein enormer Wachstumstreiber für die sächsische Wirtschaft“, sagt Stefan Brangs, Staatsekretär im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Neben der Industrie tragen auch viele kleine und mittelständische Unternehmen zum Erfolg bei. Eine besondere Stärke Sachsens liegt darin, dass Wirtschaft und Wissenschaft eng kooperieren, um innovative Produkte und Technologien zu entwickeln“, erklärte Brangs.

Staatssekretär Thomas Wünsch ergänzt: „Die Gesundheitswirtschaft zählt zu den Zugpferden der sachsen-anhaltischen Wirtschaft. 2018 lag das Umsatzplus bei 5,1 Prozent – und damit über dem deutschen Schnitt. Die Branche wächst dynamisch, sie ist innovationsstark und ein Beschäftigungstreiber. Um noch zukunftsfähiger zu werden, braucht es auch bundesländerübergreifende Kooperationen. Insofern danke ich den beteiligten Verbänden für diese wichtige Initiative, die ich sehr gerne unterstütze.“

„In Thüringen leistet die industrielle Gesundheitswirtschaft einen wichtigen Beitrag für Wachstum und Beschäftigung“, sagt Thüringens Wirtschaftsstaatssekretärin Valentina Kerst. Die Teilbranche sorge im Freistaat für eine Bruttowertschöpfung von 1,3 Milliarden Euro, sichere mehr als 20.000 Arbeitsplätze und weise eine im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überdurchschnittliche Wachstumsdynamik auf. „Mit unserer Innovations- und Förderstrategie sowie dem neu gegründeten Innovationszentrum in Jena und Ilmenau legt das Land wirtschafts- und forschungspolitisch einen klaren Schwerpunkt auf die Medizintechnik. Für die Zukunft ist es wichtig, die Vernetzung und Kooperation über Landesgrenzen hinweg weiter auszubauen.“

„Länderübergreifender Dialog bietet Schlüssel für weitere, erfolgreiche Entwicklung“

 Die heutige Diskussion über den Beitrag der industriellen Gesundheitswirtschaft zur Entwicklung der Region hat gezeigt, dass Dialog und Ko­operation der Schlüssel für eine weitere, erfolgrei­che Entwicklung sind“, hebt Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäfts­führerin der Nordostchemie-Verbände als Vertreterin für die pharmazeutischen Unternehmen hervor. „Deshalb sind wir dankbar für die große Gesprächsbereitschaft der Politik und treten für eine kontinuierliche Fortsetzung des Gedankenaustauschs ein.“

Hintergrund

Zur industriellen Gesundheitswirtschaft gehören die pharma­zeutische Industrie, die Medizintechnik- und Medizinprodukteindustrie und  Biotechnologieunter­nehmen. Nach einer Studie des Bundeswirtschaftsministeriums erwirtschaftete der industriell geprägte Teil der Gesundheitswirtschaft in den drei Ländern 2018 mit 71.000 Beschäftigten (Sachsen 34.000, Sachsen-Anhalt 16.000, Thüringen 21.000) eine Bruttowertschöpfung von 4,4 Mrd. Euro (Sachsen 1,9 Mrd. Euro, Sachsen-Anhalt 1,2 Mrd. Euro, Thüringen 1,3 Mrd. Euro). In noch einmal der gleichen Größenordnung schafft die Industrielle Gesundheitswirt­schaft Bruttowertschöpfung und Arbeitsplätze in der Gesamtwirtschaft.

Freundliche Grüße

NORDOSTCHEMIE

Dr. Matthias Hanisch
Leiter Politische Koordinierung,
Fachverbände und Digitalisierung
Verband der Chemischen Industrie e. V.     
Landesverband Nordost                               
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Informationen über NORDOSTCHEMIE Die Chemie- und Pharmabranche in Ostdeutschland hat über 58.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die NORDOSTCHEMIE ist die wirtschafts- und sozialpolitische Interessenvertretung der über 300 Mitgliedsunternehmen. Zur NORDOSTCHEMIE gehören der Arbeitgeberverband Nordostchemie e.V. (AGV Nordostchemie), der Verband der Chemischen Industrie e.V. – Landesverband Nordost – (VCI LV Nordost) und seine Fachverbände. Hauptsitz ist Berlin, weitere Geschäftsstellen sind in Dresden und Halle.