VCI Nordost //
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Branchenspaziergang bei Berliner Pharmaunternehmen: Warum Innovation, Vielfalt und Resilienz den Standort stärken
Berlin ist einer der bedeutendsten Standorte der Pharma- und Gesundheitswirtschaft in Deutschland. Wie innovativ, international und leistungsfähig die Branche in der Hauptstadt aufgestellt ist, haben der VCI Nordost und die IHK Berlin bei einem gemeinsamen Branchenspaziergang durch das Unternehmensnetzwerk Motzener Straße in Berlin-Marienfelde gezeigt. Die VCI-Nordost-Hauptgeschäftsführerin Nora Schmidt-Kesseler und IHK-Hauptgeschäftsführerin Manja Schreiner besuchten die Unternehmen DR. KADE und das Chemische Laboratorium Dr. Kurt Richter.
„Die Berliner Pharma- und Gesundheitswirtschaft zeigt, wie industrielle Zukunft in einer modernen Metropole aussehen kann: innovativ, international vernetzt und hoch spezialisiert", sagte Nora Schmidt-Kesseler, Hauptgeschäftsführerin des VCI Nordost.
„Gerade in geopolitisch unsicheren Zeiten und angesichts wachsender Risiken für die kritische Infrastruktur wird deutlich: Arzneimittelproduktion und Gesundheitswirtschaft sind systemrelevant. Sie sichern Versorgung, Stabilität und Resilienz."
Zugleich brauche die Branche verlässliche wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen, keine Gängelung und Überregulierung durch die Politik, sondern ein innovationsfreundliches Umfeld.
„Unsere Unternehmen leben von Vielfalt, Diversität und internationalem Austausch", betonte Schmidt-Kesseler. „Die Pharma- und Gesundheitswirtschaft ist auf Fachkräfte aus aller Welt, unterschiedliche Perspektiven und ein Klima des Vertrauens angewiesen. Genau das macht Berlin als Standort stark – nicht Abschottung, Misstrauen oder immer neue Regulierung."
Die Hauptgeschäftsführerin der IHK-Berlin, Manja Schreiner, sagte:
„Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Berlin sichert tausende Arbeitsplätze, steht für Tradition und Innovation gleichermaßen – und ist damit eine wesentliche Stütze für Berlin. Gleichzeitig ist die gesamte Branche unter Druck und die hohen Energiekosten sind dabei nur ein Teil des Problems. Auch die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen machen den Unternehmen zu schaffen. Als IHK Berlin fordern wir deshalb schlankere, digitalisierte und fristgebundene Genehmigungsverfahren. Mindestens genauso wichtig ist es, das nationale Goldplating zu beenden. Wenn es EU-Vorgaben gibt, braucht es nicht noch strengere deutsche oder Berliner Regularien. Jede Sonderauflage verschlechtert die Wettbewerbsfähigkeit und verzögert Investitionen am Standort Berlin."
DR. KADE und das Chemische Laboratorium Dr. Kurt Richter zeigen, wie vielfältig die Berliner Pharma- und Chemieindustrie aufgestellt ist: vom traditionsreichen Arzneimittelhersteller mit internationaler Strahlkraft bis zum hoch spezialisierten Hidden Champion für kosmetische und pharmazeutische Anwendungen. Diese Mischung aus Erfahrung, Innovation und Spezialisierung macht den Standort Berlin stark.