Nachhaltigkeit

Preisverleihung im Responsible-Care-Landeswettbewerb 2017

Im diesjährigen RC-Wettbewerb dreht sich alles um die Kreislaufwirtschaft. Sie zielt nicht nur darauf ab, knappe Rohstoffe sparsam einzusetzen und effizient zu nutzen, sondern auch während der Produktion möglichst wenige Abfälle entstehen zu lassen. Im Rahmen der NORDOSTCHEMIE-Mitgliederversammlungen in Meißen fand die Auszeichnung des Siegers statt: Akzo Nobel Industrial Chemicals GmbH aus Bitterfeld. Werkleiter Stefan Kauerauf bekam den Preis vom Vorstandsvorsitzenden des VCI-Landesverbands Nordost, Dr. Christian Schleicher, überreicht. Das prämierte Projekt hat den Stoffverbund zum Inhalt. Er ist ein funktionierendes System der Versorgung mit Rohstoffen und Endprodukten im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen, in dem die Unternehmen mit über circa 25 km Rohrleitungen verbunden sind.

Dr. Christian Schleicher lobte den geschlossenen Kreislauf im Werk Bitterfeld: „Es ist eine nachhaltige Produktion. Sie reduziert Kosten, Risiken und schont die Umwelt.“ Aus diesem Grund habe sich Akzo Nobel gegen die anderen Bewerber durchgesetzt. Die rückstandsfreie Chlorproduktion sei das Rückgrat des bestehenden Stoffverbundes im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen und Akzo Nobel der Grundpfeiler einer zuverlässigen und nachhaltigen Chemieproduktion. Weiter sagte er: „In der deutschen Chemie ist die Kreislaufwirtschaft schon weit verbreitet. Das ist gut für die ökologische wie für die ökonomische Dimension von Nachhaltigkeit. Neue technologische Möglichkeiten durch Industrie 4.0 lassen für die Zukunft noch mehr erwarten.“

Akzo Nobel-Manager Kauerauf nahm die Auszeichnung mit Freude entgegen: „Durch unseren Stoffverbund schaffen wir Vorteile auf vielfältige Art und Weise für alle – für die Bevölkerung, die Umwelt und die Region.“ Allerdings sei dies nicht nur alleiniger Verdienst von Akzo Nobel: Ganz nach dem Unternehmenswert ‚Gemeinsam gewinnen‘ würden alle Unternehmen im Chemiepark erfolgreich zusammenarbeiten. „Aus diesem Grund möchte ich mich auch bei allen bedanken, dass wir gemeinsam an einer erfolgreichen Perspektive für den Chemiepark arbeiten“, betonte der Werkleiter.

Responsible Care als globale Initiative der Chemie steht für den Willen zur ständigen Verbesserung von Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz, unabhängig von gesetzlichen Vorgaben. Der Responsible-Care-Wettbewerb ist ein Beitrag zu „Chemie hoch drei“, der Nachhaltigkeitsinitiative der deutschen Chemie.

 

 

Nachhaltigkeitsinitiative Chemie³

Am 29. Mai 2013 stellten VCI-Präsident Karl-Ludwig Kley, Michael Vassiliadis, der Vorsitzende der IG BCE, und Margret Suckale, stellvertretende Vorsitzende des BAVC, vor der Presse in Frankfurt die Initiative Chemie3, die Leitlinien und den ersten Branchenbericht zur Nachhaltigkeit in der deutschen Chemie vor.

Als erste Branche in Deutschland hat die chemische Industrie im Schulterschluss von Wirtschaftsverband, Gewerkschaft und Arbeitgebern eine gemeinsame Initiative zur Nachhaltigkeit auf den Weg gebracht. Kernstück der Initiative sind die Leitlinien zur Nachhaltigkeit für die chemische Industrie in Deutschland. Als branchenspezifischer Rahmen geben sie den Unternehmen und Beschäftigten der chemischen Industrie Orientierung für ihr Handeln. Sie sind in einem intensiven internen Dialog und im Austausch mit Vertretern aus Gesellschaft und Politik, Wissenschaft und Wirtschaft entstanden.

Mit der Initiative Chemie3 übernimmt die Chemiebranche gemeinsam Verantwortung, vom Mitarbeiter bis zum Management, und leistet so ihren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit. Anspruch der Initiative ist es, ökonomische, ökologische und soziale Anforderungen in Einklang zu bringen. Dieser Anspruch spiegelt sich auch im ersten Branchenbericht zur Nachhaltigkeit in der deutschen Chemie. Er gibt einen Überblick über die Herausforderungen und das Engagement der Branche für eine nachhaltige Entwicklung.

Zeitgleich zur Pressekonferenz fand auch der Launch der gemeinsamen Internetplattform www.chemiehoch3.de statt.

Responsible Care

Das internationale Programm Responsible Care − im Deutschen "Verantwortliches Handeln" genannt − ist eine weltweite Initiative der chemischen Industrie. Sie steht für den Willen, die Bedingungen für den Schutz von Gesundheit und Umwelt sowie für die Sicherheit von Mitarbeitern und Nachbarschaft ständig zu verbessern - unabhängig von gesetzlichen Vorgaben. Damit hat die Branche eine Vorreiterrolle innerhalb der Industrie.

In Deutschland ging Verantwortliches Handeln 1991 aus den Branchen-Leitlinien "Chemie und Umwelt" (1986) hervor. Heute beteiligen sich Mitarbeiter und Unternehmen der Chemie in 53 Ländern weltweit an Responsible Care.

Responsible Care steht im Einklang mit den Zielen der Agenda 21. Auf den Weltgipfeln in Rio (1992) und Johannesburg (2002) wurde die Initiative der chemischen Industrie ausdrücklich anerkannt. Die internationale chemische Industrie bekennt sich mit der Responsible-Care-Global-Charter zu dieser Initiative.

Hier gelangen Sie zur Website Initiative Responsible Care – Verantwortliches Handeln – der chemischen Industrie.