Die chemisch-pharmazeutische Industrie in Ostdeutschland

Die Ostchemie erzielt 2015 einen Umsatz von 23,3 Milliarden Euro. Ihre Produktpalette ist so bunt wie das Verbandsgebiet der NORDOSTCHEMIE mit Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Chemische Grundstoffe und Pharmazeutika sind mit je vier Zehnteln die Hauptstandbeine. Darüber hinaus stellt die Branche auch Wasch- und Körperpflegemittel, Lacke und Farben sowie Chemiefasern her. Im Osten - wie in ganz Deutschland - ist die Chemie einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Gut die Hälfte der Geschäfte schließen die Betriebe mit dem Ausland ab. Keine andere Branche im Osten ist exportintensiver.

Regional verteilen sich die Umsätze zu knapp vier Zehnteln auf Sachsen-Anhalt und zu fast einem Drittel auf Berlin. Die übrigen vier Bundesländer teilen den Rest unter sich auf. Während aus Berlin drei Viertel der Umsätze mit Pharmazeutika im Osten stammen, steuert Sachsen-Anhalt gut die Hälfte zum Umsatz mit chemischen Grundstoffen bei.

 

 

Rund 55.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihren Arbeitsplatz in der Ostchemie. Ein Drittel von ihnen ist in Sachsen-Anhalt beschäftigt, je ein Fünftel in Berlin und Sachsen.

Bezogen auf Umsatz und Beschäftigte in der gesamtdeutschen Branche entfällt jeweils ein Achtel auf die Betriebe der Ostchemie.