19.09.2016 News

Steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung für alle forschenden Unternehmen

Um den Forschungsstandort zu stärken, Wachstum zu stimulieren und die Innovationskraft der Unternehmen zu erhalten, sind mehr Innovationsanreize in Deutschland gefragt. Die Bundesregierung sollte deshalb eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung (F+E) zusätzlich zur bisherigen Projektförderung für alle Unternehmen einführen, fordert der Verband der Chemischen Industrie (VCI) im Rahmen der heutigen Anhörung des Finanzausschusses des Bundestages.

„Der Kreis für die steuerliche F+E-Förderung sollte grundsätzlich KMU und große Unternehmen umfassen. Nur dann können die Forschungsaktivitäten der Wirtschaft substanziell gesteigert werden“, sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann.

Gemeinsam mit dem Bündnis Zukunft der Industrie setzt sich der VCI dafür ein, als Einstieg in dieses Förderinstrument jetzt mit den mittelständischen Betrieben bis 500 Beschäftigte zu beginnen. Tillmann: „Die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung ist in Deutschland überfällig. Zwei Drittel der OECD-Länder und die  Hälfte der EU-Mitgliedsstaaten setzen sie mit Erfolg ein.“

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2015 rund 189 Milliarden Euro um und beschäftigte über 446.000 Mitarbeiter.