21.07.2015 News

Gesellschaft für Bundesfernstraßen gründen

Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßt das Straßen-Sanierungsprogramm des Bundesverkehrsministeriums. Gerd Deimel, Sprecher der VCI-Verkehrsinfrastrukturinitiative, sagt hierzu: „Damit wird ein weiteres wichtiges Paket geschnürt, um den Verfall der Infrastruktur aufzuhalten. Deutschland braucht endlich eine grüne Welle auf Autobahnen und Bundesstraßen, um das weiter steigende Verkehrsaufkommen zu bewältigen.“

Mit Blick auf die geplanten Investitionen setzt sich Deimel dafür ein, dass rasch eine neue Gesellschaft für Bundesfernstraßen gegründet wird. „Eine übergeordnete Gesellschaft, die für den Bau, Erhalt und Betrieb von Straßen und Autobahnen aus einem Guss verantwortlich ist, könnte helfen, den Investitionsstau schneller aufzulösen", betont Deimel. Seiner Auffassung nach sollte eine Gesellschaft für Verkehrsinfrastruktur Instandsetzung und Ausbau der Bundesfernstraßen vorantreiben, indem sie Prioritäten setzt und das jeweilige Schadensausmaß und das Verkehrsaufkommen sowie die Umfahrungsmöglichkeiten berücksichtigt. Um möglichst zügig voranzukommen, schlägt Deimel vor, die Standardisierung von Brücken voranzutreiben.

Darüber hinaus sollten Gelder aus dem neuen Sanierungspaket auch genutzt werden, um die Brücken über den Binnenwasserstraßen zu erhöhen. Dann könnte die chemische Industrie doppellagige Container einsetzen und viel stärker als bisher ihre Transporte auf das Binnenschiff verlagern. „Damit könnten wir die Straßen entlasten und die Umwelt schonen", hob der Sprecher der VCI-Verkehrsinfrastrukturinitiative hervor.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2014 über 190 Milliarden Euro um und be-schäftigte rund 444.800 Mitarbeiter.