15.06.2016 News

Diskussion über Chancen und Risiken von Nanomaterialien weiter offen führen

„Der NanoDialog der Bundesregierung hat erheblich dazu beigetragen, die Chan¬cen und Risiken der Nanotechnologie offen und fair zu beleuchten und damit ei¬nen verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien zu unterstützen.“ Das sagte Gerd Romanowski, Geschäftsführer Wissenschaft, Technik und Umwelt im Verband der Chemischen Industrie (VCI), anlässlich des zehnjährigen Bestehens dieser Dialog-Plattform.

Angefangen mit der Arbeit der Nano-Kommission im Jahr 2006 bis hin zu den thematischen Fachgesprächen hat der NanoDialog alle relevanten Stakeholder einbezogen. „Diese Form der Debatte hat auch dazu geführt, dass in Deutschland die potentiellen Risiken des Einsatzes von Nano­materialien sachlich erörtert wurden. Die Wissensvermittlung bleibt eine der wichtigsten Aufgaben des NanoDialogs“, betonte der VCI-Geschäftsführer. Er be­grüßte daher die geplante Fortführung dieser beispielhaften Dialog-Plattform. 

In der Nanotechnologie sieht Romanowski vielfältige Chancen zum Nutzen von Mensch und Umwelt. Sie eröffnen interessante Anwendungsmöglichkeiten in den Bereichen Automobil, Energie, Information und Kommunikation, Textil, Bau, Far­ben sowie Pharma. Rund 80 Prozent künftiger Nano-Anwendungen werden in der Energieerzeugung und -nutzung, dem Klimaschutz und der Ressourcenschonung liegen.

„Die deutsche Chemieindustrie setzt alles Notwendige daran, damit der Umgang mit dieser modernen Technologie verantwortungsvoll geschieht und für Mensch und Umwelt sicher ist“, unterstrich der VCI-Geschäftsführer weiter. Hierzu hat der VCI bereits frühzeitig ein international viel beachtetes Paket mit Leitfäden zur Behandlung von Nanomaterialien in der europäischen Chemikaliengesetzge­bung REACH, am Arbeitsplatz, bei der Entsorgung und zur Information in der Lieferkette herausgegeben. Darüber hinaus führt die Branche zahlreiche eigene Untersuchungen zur Sicherheit von Nanomaterialien durch, arbeitet eng mit der Wissenschaft zusammen und beteiligt sich an übergreifenden, öffentlich geför­derten Projekten.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2015 rund 189 Milliarden Euro um und beschäftigte über 446.000 Mitarbeiter.