22.09.2016 News

Chemieverband rät zu zentralem Planungs-Kompetenzzentrum

Überregionale Infrastruktur-Projekte rasch realisieren

Verkehrsverlagerung konsequenter vorantreiben

Höhere Umschlagskapazitäten befördern Wechsel von Straße auf Schiene


Nach Auffassung der chemischen Industrie hat die Bundesregierung mit dem Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) die richtigen Weichen für die dringend benötigte Modernisierung von Straßen, Schienen und Wasserwegen in Deutsch-land gestellt. „Jetzt kommt es darauf an, dass die Umsetzung gewährleistet wird – und zwar anhand der Bedeutung der Projekte. Dazu brauchen wir ein zentrales Planungs-Kompetenzzentrum, wie das im Rahmen der Bundesfernstraßengesellschaft vorgesehen ist, um vor allem die überregionalen Infrastruktur-Vorhaben zügig voranzutreiben. Denn jede Verzögerung erhöht die Kosten für die Volkswirtschaft“, betonte Gerd Deimel, Sprecher der Initiative Verkehrsinfrastruktur im Verband der Chemischen Industrie (VCI), anlässlich der ersten Lesung zum BVWP im Bundestag.

Deimel machte darauf aufmerksam, dass Vorhaben zur Verkehrsverlagerung auf klimafreundlichere Verkehrsträger im Bundesverkehrswegeplan nicht so stringent berücksichtigt worden seien, wie es sich die Chemieindustrie für nachhaltige Transporte gewünscht hätte. Hier sieht er noch Möglichkeiten für Verbesserungen, um die verschiedenen Verkehrsträger effizienter miteinander zu verknüpfen. Dann könne, so Deimel, die Branche Eisenbahn und Binnenschiff stärker nutzen als bisher. Der VCI schlägt daher vor, beispielsweise die Umschlagskapazitäten in Bahnterminals zu erhöhen, um den Wechsel von Straße auf Schiene zu unterstützen.

Erfreulich ist, so der Sprecher der VCI-Verkehrsinfrastruktur-Initiative, dass die meisten der im Vorfeld von der chemischen Industrie identifizierten Engpässe im BVWP berücksichtigt wurden.

Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von mehr als 1.650 deutschen Chemieunternehmen und deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. Der VCI steht für mehr als 90 Prozent der deutschen Chemie. Die Branche setzte 2015 rund 189 Milliarden Euro um und beschäftigte über 446.000 Mitarbeiter.

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