27.05.2016 Presse erstellt von Torsten Kiesner

Über 70.000 Euro für die Lehre

Der Fonds der chemischen Industrie fördert die Laborausstattung in den Bachelor- und Masterstudiengängen Angewandte Chemie der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg mit rund 77.000 Euro.

Senftenberg, 27. Mai – Zur Eröffnung des Naturwissenschaftstages in der Lausitz an der BTU Cottbus-Senftenberg gibt es in diesem Jahr eine freudige Überraschung. Dr. Karl Heinz Tebel, Vorstandsmitglied des Landesverbandes Nordost des Verbandes der Chemischen Industrie e.V. (VCI LV NO) und Vorsitzender der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide GmbH, überreicht einen symbolischen Scheck über 76.963 Euro an Prof. Dr. Alexander Kaiser vom Institut für Angewandte Chemie. Mit dem Geld wird ein Kompakt-NMR-Gerät beschafft. Die Methode ergänzt das Spektrum modernster Analysenverfahren in den Studiengängen Angewandte Chemie zur Identifizierung und Strukturcharakterisierung von Produkten der chemischen Synthese. Die Studierenden haben dadurch Gelegenheit, ein eigenständiges und problemorientiertes analytisches Arbeiten zu erlernen. Hierfür ist eine Selbstbeteiligung von zusätzlich 15.400 Euro aus Mitteln der Universität geflossen.

„Die Fachkräftesicherung ist eine der größten Herausforderungen für die Ostchemie. Jeder Cent, den wir in die Ausbildung investieren, ist von daher bestens angelegt“, weiß Tebel.

„Das neue Gerät steigert erheblich unsere Leistungsfähigkeit in der Lehre. Der Schwerpunkt des Einsatzes wird im Masterkurs liegen; hier stehen drei neue Versuche vor der Einführung. Auch die Grundlagenausbildung im Bachelorstudiengang wird davon profitieren, ebenso die studentischen Qualifizierungsarbeiten“, freut sich Professor Kaiser.

In der NMR-Spektroskopie (NMR steht für Nuclear Magnetic Resonance (engl.)) werden die magnetischen Eigenschaften bestimmter Atomkerne genutzt, um Aussagen zur Struktur chemischer Verbindungen zu gewinnen. Der enorme Fortschritt der letzten Jahrzehnte in vielen chemischen Teildisziplinen wäre ohne diese Methode  nicht möglich gewesen; heute ist sie das wichtigste Werkzeug zur Strukturaufklärung organischer Verbindungen.


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Informationen über NORDOSTCHEMIE

Die Chemie- und Pharmabranche in Ostdeutschland hat über 58.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die NORDOSTCHEMIE ist die wirtschafts- und sozialpolitische Interessenvertretung der über 300 Mitgliedsunternehmen. Zur NORDOSTCHEMIE gehören der Arbeitgeberverband Nordostchemie e.V. (AGV Nordostchemie), der Verband der Chemischen Industrie e.V. – Landesverband Nordost – (VCI LV Nordost) und seine Fachverbände. Hauptsitz ist Berlin, weitere Geschäftsstellen sind in Dresden und Halle.

Informationen über den Fonds der Chemischen Industrie

Der Fonds der Chemischen Industrie wurde 1950 gegründet und ist das Förderwerk des Verbandes der Chemischen Industrie. Er stellt 2016 knapp 11 Millionen Euro für die Grundlagenforschung, den wissenschaftlichen Nachwuchs und den Chemieunterricht an Schulen zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter www.vci.de/fonds

Informationen über die BTU Cottbus–Senftenberg

Die Brandenburgische Technische Universität (BTU) Cottbus-Senftenberg ist mit rund 8.200 Studierenden die zweitgrößte Hochschule und die einzige Technische Universität des Landes Brandenburg. Sie ist eine auf Forschung ausgerichtete Universität, die zusätzlich auch fachhochschulische Elemente anbietet. Etwa 21 Prozent der Studierenden kommen aus mehr als 100 verschiedenen Ländern der Welt in die Lausitz.
An der Universität wird in Forschung und Technologietransfer großer Wert auf die Kooperation mit anderen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, mit regionalen kleinen und mittelständischen Unternehmen sowie mit großen und weltweit tätigen Konzernen gelegt. Die Fachkräftesicherung im Land wird durch eine Fülle von Maßnahmen unterstützt. Hierzu zählt insbesondere der in 2015 erstmalig begonnene Aufbau von dualen Studiengängen. Zudem fördert die Universität Gründungsbestrebungen.