03.02.2017 Presse

Tarifverhandlungen zum Manteltarifvertrag Chemie-Ost vertagt

Die Tarifverhandlungen zwischen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und dem Arbeitgeberverband Nordostchemie e.V. für die 30.500 Beschäftigten der Ostchemie wurden gestern nach mehrstündigen Verhandlungen vertagt.

In Potsdam sprachen die Tarifvertragsparteien über Arbeitszeitmodelle, um die Attraktivität der von der demografischen Entwicklung in Ostdeutschland in besonderem Maße geprägten Branche zu erhöhen, insbesondere durch eine Flexibilisierung der Arbeitszeit, die den Mitarbeitern wie den Unternehmen gleichermaßen zugutekommen soll.
 
Thomas Naujoks, Verhandlungsführer der Arbeitgeber, erklärt: „In der jetzigen demografischen Situation suchen wir nach Lösungen, die die Standorte stärken und den Beschäftigten zusätzliche Optionen bei der individuellen Arbeitszeitgestaltung einräumen.“ Die Idee dahinter ist, auf betrieblicher Ebene mehr Spielraum bei der individuellen Ausgestaltung der Arbeitszeit zu schaffen, ohne die Wettbewerbsfähigkeit zu beeinträchtigen.
 
„Es liegt noch ein gutes Stück Weg vor uns“, so Naujoks. Allen Beteiligten ist bewusst, dass mit diesem neuen Ansatz ein neuer, innovativer Weg beschritten werden soll. „Wir haben ein gemeinsames Verständnis, jedoch benötigen wir noch geeignete Instrumente für die praktikable Umsetzung, der auf dem Tisch liegenden Konzeptvorstellungen“, führt er weiter aus.

Die Gespräche werden am 7. März fortgesetzt.