20.05.2016 Presse

Keine großen Sprünge

„Die Chemie tritt im Osten seit Jahren auf der Stelle. Die Umsätze stagnieren, die Produktivität und damit unsere Wettbewerbsfähigkeit, ist gesunken“, sagt der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Nordostchemie e.V., Ralf Clemens. Er sieht in diesem Jahr nur einen Spielraum für eine moderate Entgeltsteigerung.

Die Ostchemie konnte in den letzten Jahren lediglich ein Miniwachstum verbuchen, auch für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Verband kaum mehr als eine Stagnation bei Produktion und Umsatz. Clemens sagt hierzu: „Die Unternehmen können nur verteilen, was sie auch erwirtschaften. Der Grundsatz in den Verhandlungen muss der Produktivitätszuwachs und ein Inflationsausgleich sein.“ 

Die Tarifverhandlungen für die 43.000 Beschäftigten in 167 Unternehmen der Ostchemie finden am 3. Juni 2016 in Berlin statt. Die Mitglieder des Verbandes sind zu 75 Prozent kleine und mittelständische Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten.